Reaktionszeiten im digitalSTROM System

Wie schnell reagiert das digitalSTROM System? Wie kann man das beeinflussen? Bringt ein anderer Server mehr Geschwindigkeit? Dieser Artikel klärt auf.

Wo entstehen Reaktionszeiten?

Immer wenn eine Aktion im System ausgelöst wird, gibt es eine gewisse Reaktionszeit. Da digitalSTROM ein dezentrales System ist, läuft nicht jede Kommunikation über den Server, ganz im Gegenteil: Die normale Tastenbedienung wird direkt im digitalSTROM Meter verarbeitet. Das gilt auch für Räume, die aus mehreren Stromkreisen bestehen. Werden aber in den Server-Apps Verknüpfungen angelegt, z.B. im Scene-Responder, läuft die Kommunikation auch über den Server und wird absichtlich verzögert, siehe unten.

Werden IP-Geräte angesprochen, z.B. Sonos, kommen zusätzlich noch deren Reaktionszeiten hinzu.

Werden die Reaktionszeiten als störend empfunden?

Typischerweise empfinden digitalSTROM-Kunden die Reaktionszeiten nicht als störend. digitalSTROM schaltet das Licht meist viel schneller als manche Energiesparlampen zum Zünden benötigen. Äußerst wichtig ist hier die hohe Zuverlässigkeit von digitalSTROM: Kann ein Kunde sich auf die Reaktion verlassen, stört es ihn nicht, wenn er nach dem Tippen einen halben Schritt in den Raum hinein geht, bevor das Licht angeht.

Hat man hingegen aber ein unzuverlässiges System, steht man ungeduldig am Taster, drückt, wartet, ob das Licht angeht, drückt eventuell erneut u.s.w. Das wird dann wirklich als sehr störend empfunden. digitalSTROM aber reagiert immer absolut sicher. (Hinweis: Sollten Probleme auftreten, bitte diese unbedingt zeitlich festhalten und dem digitalSTROM-Support mitteilen, damit eine schnelle und unkomplizierte Lösung gefunden werden kann.)

Wie hoch sind die Reaktionszeiten?

  1. Tastsignal für eine Farbgruppe (Licht, Schatten, …):
    Die Übertragung eines Tastsignals nach dem Drücken bis zum Beginn der Ausführung in der Klemme dauert rund 450ms, auch wenn mehrere Stromkreise (Meter) involviert sind. Beispiel: Ein Lichttaster im Wohnzimmer steuert das Licht im Flur. Die Kommunikation läuft über 2 digitalSTROM-Meter, die Verzögerungszeit beträgt auch hier 450ms.
  2. Stimmungsaufruf wird über Scene-Responder verknüpft:
    Ein Beispiel wäre: Wenn im Wohnzimmer Stimmung 3 aufgerufen wird, soll im Flur Stimmung 1 aufgerufen werden.
    In diesem Fall wartet der Scene-Responder zunächst ab, ob noch weitere Tastentipps im Wohnzimmer folgen. Erst wenn er sicher sein kann, dass der Benutzer Stimmung 3 aufgerufen hat (und nicht vielleicht doch Stimmung 4), wird die konfigurierte Aktion ausgeführt (Licht im Flur einschalten). Die Wartezeit beträgt etwa 1,5 Sekunden, sodass das Licht im Flur rund 2 Sekunden nach dem Stimmungsaufruf im Wohnzimmer eingeschaltet wird.
  3. Smartphone steuert eine Farbgruppe (Licht, Schatten, …):
    Hier geht die Übertragung vom Smartphone zum dSS deutlich schneller, so dass die Klemme bereits nach rund 250ms mit der Ausführung beginnen kann.
  4. dSS-App steuert Einzelgerät an:
    digitalSTROM ist für Raum-Stimmungsaufrufe optimiert. Wird ein Einzelgerät angesprochen, z.B. über den Scene-Responder, so erhöht sich die Übertragungszeit von 250ms auf rund 750ms.
  5. Befehlsabfolge:
    Wird in einer dSS-App eine Befehlsabfolge programmiert (z.B. ruft eine benutzerdefinierte Handlung mehrere Aktivitäten auf), so werden diese Befehle jeweils mit einer Pause von einer Sekunde abgearbeitet.
  6. Fünf oder mehr Räume an einem Meter:
    Steuert ein Meter mehrere Räume (also z.B. Meter Flur steuert Flur, Abstellkammer und Gäste-WC, weil diese sich einen Stromkreis teilen), so wird die Tasterbedienung ab dem fünften auf einem Meter angelegten Raum um 240ms langsamer. Das gilt aber nur für den ersten Tastendruck einer Bedienhandlung. Beispiel: Der Lichttaster des fünften Raums wird 3x getippt, damit werden schnell hintereinander die Stimmungen 1, 2 und 3 aufgerufen. In diesem Fall wird der Aufruf für Stimmung 1 um 240ms langsamer sein, die Stimmungen 2 und 3 kommen hingegen so schnell wie in den anderen Räumen auch. Die Räume 1-4 sind nach wie vor schnell bedienbar. Die zusätzliche Verzögerung entsteht durch die etwas aufwändigere Raumadressierung für die höheren Raumnummern. Ist ein Raum adressiert, erfolgt die nachfolgende Bedienung normal schnell.
  7. IP-Geräte:
    Bei den IP-Geräten erzeugt der digitalSTROM Server die nötigen Steuerkommandos und sendet diese an die IP-Geräte weiter. Die Reaktionszeit ist also unmittelbar abhängig von dem angesprochenen Gerät. Außerdem addiert sich die Zeit für die Datenübertragung des Auslösers. Ist der Auslöser ein digitalSTROM-Taster, kommen etwa 200ms nach dem Tastendruck hinzu.
    Wird Sonos angesteuert, ist sehr viel Kommunikation nötig. Insbesondere wenn mehrere Sonos-Geräte gleichzeitig auf z.B. ein Klingelsignal reagieren sollen, müssen bei Eintritt des Signals aus jedem Sonos-Gerät eine Fülle von Informationen abgefragt werden (aktuelle Playliste, Abspielposition, Play/Pause-Zustand, Repeat/Shuffle, Lautstärke, Gruppenzugehörigkeit, …), anschließend muss eine neue gemeinsame Abspielgruppe gebildet werden, dann wird das Klingelsignal abgespielt und anschließend werden alle Informationen auf allen Sonos-Geräten wiederhergestellt.

Kann ein schnellerer Server die Reaktionszeiten verbessern?

Kurz: In den meisten Fällen nicht. Aber Punkt 7 erfährt eine deutliche Beschleunigung. Insbesondere wenn mehrere Sonos-Geräte zum Einsatz kommen, ist der Unterschied immens.

Ein schnellerer Server hilft in diesen Punkten:

  1. Das Ansteuern von IP-Geräten.
  2. Der Konfigurator lädt schneller und läuft erheblich flüssiger.
  3. Die Smartphone-Apps laden schneller und laufen flüssiger, weil Informationen vom Server schneller abgefragt werden können.

Außerdem hat ein moderner Server den Vorteil, mehr Ressourcen zu bieten, die für zukünftige Geräteintegrationen gut verwendet werden können. Außerdem können deutlich mehr Geräte in einer Installation verwaltet werden.

 

 

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